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Neue Quartiersmitte für Jung und Alt

Der ehemalige Pausenhof des Graf-Rasso-Gymnasiums, der seit November 2009 Niederbronnerplatz heißt, wurde zur neuen Quartiersmitte umgestaltet. Es ist ein alltagstauglicher Treffpunkt von Jung und Alt entstanden, der vor allem durch vielfältige Aktivitäten der Nutzer lebt – weniger von einer aufwändigen Möblierung.

Den Wünschen der Senioren nach ausreichend Sitzplätzen, einer besseren Orientierung sowie barrierefreien Verbindungen in den Park am Marthabräuweiher und in das Stadtzentrum wurde nachgekommen.Der Niederbronnerplatz und das Umfeld der Knabenschule weisen eine Vielzahl unterschiedlicher, besonnter und beschatteter Sitzmöglichkeiten, teilweise auch mit Tischen, auf. Durch wurde die Auswahl des Bodenbelags und durch das Beleuchtungskonzept sowie stark Identifikation stiftende Elemente, Wasserspiel und Bühne, konnte die Orientierung erleichtert werden. Die öffentlichen Freiflächen wurden so gestaltet, dass sie eine Vielzahl an Aktivitäten auf dem Platz ermöglich ohne andere Aktivitäten auszuschließen.

Ganz gezielt wurden die an den Platz angrenzenden potenziellen Nutzer wie z.B. die Grundschule, die Seniorenwohnheime und die neuen Nutzer der ehemaligen Knabenschule (VHS, Mehrgenerationenhaus) in die Planung miteinbezogen, weil diese später durch ihre Aktivitäten auf dem neuen Platz maßgeblich zum Erfolg der Planung beitragen. Bereits für den Sommer 2010 sind die ersten Feste der Pfarrgemeinde St. Magdalena und des AWO-Seniorenstifts auf den neuem Platz geplant. Zudem wird die VHS nach ihrem Umzug in die Alte Knabenschule, der zu Beginn des neuen Schuljahrs erfolgt sein soll, den Niederbronnerplatz in ihr Programm integrieren.

Im Zentrum des neuen Quartiersplatzes steht der Baum bestandene und beschattete Bereich des ehemaligen Pausenhofes des Graf-Rasso-Gymnasiums. Unter den bestehenden Bäumen wurden kaum Veränderungen vorgenommen. So erhielt der Platz unter den Bäumen eine wassergebundene Decke, um unnötige Eingriffe in den Wurzelbereich der Bäume zu vermeiden. Diesen Bereich können die Anwohner für vielfältige Aktivitäten nutzen. Es sind ein Freiluft-Schach, eine multifunktionale Bühne und einen Wasserspielbereich vorhanden. Daneben bleibt ausreichend Raum zum Bocciaspielen bzw. für andere Angebote.

Der Platz wird von ca. 30-40 cm hohen Sockelmauern mit integrierten Sitznischen eingefasst. Auch die Sockelmauern selbst dienen als Sitzgelegenheiten. Damit wird das im Quartier vorherrschende Motiv der Mauern fortgeführt.


Attraktive Wegeverbindungen

Die vorhandenen Wegeverbindungen wurden aufgenommen. Die Erschließung des Josefstiftes, der ehemaligen Knabenschule sowie der Häuser am Niederbronnerweg sind gewährleistet. Die Hauptverbindung für Fußgänger und Radfahrer von der Hauptstraße in den Park am Marthabräuweiher verläuft am südlichen Rand des Platzes. Zum Theresianumweg hin ist die Verbindung jedoch noch nicht vollständig fertig gestellt. Für ältere Fußgänger bietet die Planung eine Vielzahl kleinere und größerer "Rundwege" an.

Auf die Ausweisung eines separaten Radweges wurde bewusst verzichtet. Der Weg vor der Knabenschule ist nur für Anliegerverkehr frei. Um das Parkplatzangebot im Quartier nicht zu verschlechtern, werden im westlichen Bereich des Hofes zwischen ehemaliger Knabenschule und Josefstift Parkplätze vorgesehen.


Wasser als zentrales Element

Am südlichen Rand des Baumplatzes wurde ein abwechslungsreicher Wasserspielplatz eingerichtet. Nur durch körperlichen Einsatz kann das Wasser zum Spritzen, Springen und Fließen gebracht werden kann, so dass sowohl Kinder, Jugendliche und Ältere Anreize finden, sich zu bewegen. Da Wasser vor allem für Kinder eine hohe Anziehungskraft besitzt, wird hier sicher einer der attraktivsten Bereiche des Platzes entstehen. Es ist zu erwarten, dass sich auch ältere Menschen dort gerne aufhalten werden, da immer etwas "geboten" sein wird.


Umfeld der Alten Knabenschule

Um die Alte Knabenschule herum ist ein einheitlicher Belag vorgesehen, der so gewählt wird, dass in Bauabschnitten gebaut werden kann, ohne dass Nähte erkennbar sind. Der Belag wird von Pflanzflächen, Sitzbänken und den Terrassen, welche das Gebäude mit dem Platz verzahnen, unterbrochen.

Im sonnigen Hof zwischen ehemaliger Knabenschule und Josefstift konnte in Zusammenarbeit mit dem Josefstift ein Bewegungsgarten angelegt werden.Außerdem entstand ein Außenspielbereich für die Kinderkrippe im Josefstift. Sowohl Bewegungsgarten als auch die Fläche für die Kinderkrippe konnten nachträglich in das Forschungsprogamm aufgenommen werden.

Neben den Parkplätzen entsteht nördlich der Alten Knabenschule noch ein Sitzbereich mit Tisch und Bänken.
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